17.-25.08.2011 - Hemmi's in Schottland

ourbericht Schottland 2011

Termin: 17.08.2011 - 25.08.2011
Reisebüro: Britain Travel Hamburg
Fähre: DFDS Seaways - IJmuiden/Amsterdam(NL) - NewCastle(GB) - IJmuiden/Amsterdam(NL)

Die Überfahrt
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Die Princess Seaways ist ein modernes Fährschiff mit 12 Decks. Schon die Überfahrt von von Amsterdam nach NewCastle ist ein Erlebnis, sie dauert ca. 16 Stunden. Zahlreiche Shops, Restaurants, Bars, eine Automatenspielhalle und Kino lassen keine Langeweile aufkommen. Wer es etwas komfortabler haben möchte, sollte die Comodore-Klasse buchen, die Standard-Kabinen sind etwas eng, jedoch zum schlafen ausreichend. Die Bikes werden auf den Seitenständer gestellt und mit Spanngurten gesichert. Dieses müssen die Biker selbst bewerkstelligen, die Gurte werden bereitgestellt. Wer nicht klar kommt dem wird bestimmt ein anderer netter Biker behilflich sein. An Bord gilt die MESZ, in Großbritannien ist es eine Stunde früher. Die Fähren starten immer nachmittags und kommen vormittags an, sodass man an Bord bequem zu Abend essen und frühstücken kann. Der Wechselkurs steht etwa bei 1 Pfund = 1,15 Euro. Ob und wie man tauscht muss jeder für sich entscheiden. In den großen Städten wie Edinburgh und Glasgow wird zum Teil der Euro akzeptiert. Tauschen kann man in Banken oder man lässt sich Geld am Automaten in Pfund auszahlen. Kreditkarten werden fast überall genommen, zum Teil auch die EC-Karte. Den Hinweis vor der Überfahrt noch vollzutanken kann man getrost vergessen, der Preis für Super liegt bei. ca 1,35 Pfund.

Der Verkehr
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In Großbritannien herrscht Linksverkehr. Mit etwas Konzentration gewöhnt man sich sehr schnell daran auf der falschen Seite zu fahren. Die Vorfahrtsregeln sind wie bei uns, rechts hat Vorfahrt. Kreuzungen gibt es fast nur in Städten, ausserhalb wird der Kreisverkehr bevorzugt, welcher linksherum gefahren wird. In der Stadt gilt Tempo 30 Meilen (48Km/h), Ausserorts 50 Meilen (80 Km/h), bei mehrere Spuren 60 Meilen (96 Km/h) und auf dem Highway 70 Meilen (110 Km/h). Beim Besuch von großen Städten lohnt sich auf jedem Fall Park&Ride. Der Preis für öffentliche Verkehrsmittel liegt in Edinburgh z.B. bei 1,80 Pfund für den Einzelfahrschein. In der City herrscht fast überall Halteverbot (gelbe Bordsteinkante). Es gibt wenige für Bikes vorgesehene Parkbuchten, die meist auch alle belegt sind. Parken wie bei uns auf dem Bürgersteig, oder an einer beliebigen freien Fläche geht hier nicht und wer hat schon Lust mit dem Bike ins Parkhaus zu fahren? Als Fussgänger muss man doch etwas aufpassen. Durch den Linksverkehr und zahlreichen Einbahnstrassen ist auf dem ersten Blick nicht zu erkennen wo die Autos her kommen.

Land und Leute
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Die Schotten sind ein sehr freundliches Volk. Man sollte keine Scheu haben bei irgendwelchen Fragen einen Einheimischen anzusprechen. Ein Hinweis deutlich und langsam zu sprechen hilft meist weiter. Ich bezeichne mein englisch weder als gut noch als schlecht und wir sind gut zurechtgekommen. Bei einem Pub-Besuch ist es uns sogar passiert, nachdem wir ein paar Leute angesprochen haben, das wir spontan zu "Lebenswasser" (Whisky) eingeladen wurden. Fast bei allen B&B's erhielten wir von den Vermietern nützliche Hinweise auf Sehenswürdigkeiten im nahen Umland. Vereinzelt kann es einem passieren das man mitten im Gespräch mit einem "Nice to meet you" stehengelassen wird. Dies ist nicht als unhöflich zu bewerten, das ist die englische Art Aufwiedersehen zu sagen. Dem Selbstversorger sei gesagt das sich der Besuch eines "Village Shop", den man auch im kleinsten Dorf vorfindet, immer lohnt. Der "Village Shop" ist vergleichbar mit unseren guten alten "Tante Emma Laden", hier findet man alle Sachen des täglichen Bedarfs.

Sehenswürdigkeiten
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Großbritannien ist das Land der Schlösser und Burgen. Die Besichtigungen sind nicht immer ganz billig, sie fangen so bei 7,50 Pfund pro Person an, Die Besichtigung der Edinburgh z.B. kostet 15 Pfund. Es lohnt nicht Besichtigungen groß im voraus zu planen, auf den Strecken unterwegs findet man unzählige Hinweisschilder auf Burgen und Schlösser. Möchte man Balmoral besichtigen, der Sommersitz der Queen,das das Schloss den gesamten August über nicht besichtigt werden kann, weil die königliche Familie anwesend ist. Einplanen sollte man eine Fahrt im "Hogwart Express" (Harry Potter) von Forth William nach Mallaig und zurück. Hierfür benötigt man einen kompletten Tag da die Fahrt hin und zurück 6 Stunden dauert. Leider hatten wir in diesem Jahr keine Zeit hierfür, wir werden jedoch im nächsten Jahr genauer darüber berichten. Sehenswert sind auf jeden Fall Edinburg und Glasgow. Im sogenannten Speckgürtel zwischen den beiden Städten leben ca 4 Millionen der insgesamt 5,5 Millionen Schotten. Uns persönlich hat Edinburgh besser gefallen als Glasgow, hier ist einfach mehr schottisches Flair zu fühlen.

Strassen und Wetter
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Schottland liegt zwar im Einflussbereich des Golfstroms, jedoch auch schon recht weit nördlich. Die beste Reisezeit Sind daher die Monate Juli und August. Diese beiden Monate haben "nur" je 15 Regentage. Wir hatten Glück und nur einen davon erwischt.
Andere Biker die wir gesprochen haben sind zur gleichen Zeit fast ausschliesslich im Regen gefahren, doch im Gegensatz zu uns im Uhrzeigersinn um Schottland herum. Mit neuen Reifen sollte man reisen, der Asphalt ist so rau das man bei abgefahrenen Reifen bald auf der Leinwand unterwegs ist. Es hat natürlich den Vorteil das man auch bei Regen guten Gripp hat. Ein Auge sollte man immer auf der Fahrbahn haben, die Gullydeckel und auch andere Abdeckungen sind oft sehr tief eingelassen. Teilweise findet man sogar Hinweisschilder speziel für Motorradfahrer die darauf hinweisen.
Nun Das Highlight überhaupt... "Singletrack". Singletrack sind Strassen mit nur einer Fahrspur für beide Fahrrichtungen und "Passby Places", Ausweichstellen alle paar 100 Meter. Rechts, links, rechts, hoch und runter. Steigungen von 20% und mehr. Das ist Fahrspass pur. Doch Vorsicht! Gerade an Kuppen ist der weitere Streckenverlauf oft nicht ersichtlich. Extremes Linksfahren ist hier angesagt weil die Schotten nicht mit einem Fahrzeug in der Mitte der Fahrbahn rechnen und meistens auch viel zu schnell unterwegens sind. Aufpassen das man auch nach links und nicht nach rechts ausweicht. Das kann dann sehr schnell gefährlich werden. Auch ist immer mit Schafen auf der Fahrbahn zu rechnen. Trotz Hinweisschilder bei uns in Deutschland, auf Wildwechsel, ist mir bisher noch kein Getier über den Weg gelaufen. In Schottland auf den Singletracks ist das Gang und Gäbe. Die Weiden sind zumeist nicht eingezäunt und die Schafe laufen dahin wo ihnen das Gras besser schmeckt, ungeachtet der Fahrzeuge um ihnen herum. Leute tut mir einen Gefallen, solltet ihr mal nach Schottland fahren.
Nehmt euch eine gute Karte (Kein Massstab größer als 1:650.000) und schaltet das Navi aus. Orientiert euch an der Landschaft und fahrt auf die kleinen Strassen und da lang wo es schön aussieht. Schottland ist nicht so groß das ihr nicht wieder auf eure Route zurückfindet. Wie viel Spaß man beim Motorradfahren in Schottland haben kann, beschreibt am Besten ein Zitat eines anderen Bikers aus Deutschland, den wir irgendwo an einer Tankstelle in den Highlands trafen. Sein Kommentar: "In Schottland müssen alle Straßenbauer Biker sein" brachte es auf den Punkt. (Die letzten beiden Sätze sind ein Auszug aus www.schottlandportal.de).

Nachsatz
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Ich habe erst versucht hier mein Tagebuch niederzuschreiben, habe mich jedoch immer weiter verzettelt und wäre nie fertig geworden. Ausserdem wollte ich Euch nicht mit meinem persönlichen Kram langweilen, sondern ein paar brauchbare Statements für eine eigene Tour abgeben. Wer mehr wissen möchte kann mich jederzeit an der "Brücke" oder beim Stammtisch ansprechen oder schickt mir eine pn hier im Forum oder eine Email. Wenn ich es auf die Reihe bringe werde ich auch noch die 367 Bilder bei Picasa einstellen. Ach ja, schaut mal bei http://www.schotlandportal.de vorbei, seit 6 Jahren ausgezeichnet als eine der 6000 wichtigsten Websites Deutschlands.

Jürgen & Jutta